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Einige theologisch-biblische Gedanken zum Thema: „Gebet“
Man unterscheidet dann natürlich zwischen diversen Gebetsformen wie öffentlich-kultisches Gebet (Gottesdienste, Sakramentenspendung, Segnungen u.a.) und privates Gebet. Eine andere Einteilung wäre: Lobgebet, Bittgebet, Dankgebet. Für Christen gilt das „neue Gesetz“, im Namen Jesu „den Vater anzubeten im Geist und in der Wahrheit“ (Johannes 4,23) zu bitten, zu danken. Gebet, Demut und Vertrauen gehören zusammen. Das heißt, ein Gebet hat vor Gott umso mehr Qualität, desto mehr demütiges Vertrauen und Hingabe an den Willen Gottes darin vorzufinden ist. Als Fundament jeden Betens gelten die 3 (göttlichen) Tugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe. Eine weitere Mahnung und Beispiel Jesu ist das „beständige Gebet“. Das heißt nicht 24 Stunden auf den Knien zu verbringen, sondern die innere Gebetshaltung der Gottverbundenheit, der vielen kurzen Stoßgebete im Laufe des Tages in unserem Leben mehr und mehr umzusetzen. Diese Gebetshaltung nährt sich aber von Tageszeiten, die ausdrücklich und bewusst dem Gebet gewidmet sind - privat oder in Gemeinschaft bzw. eingebunden in das Volk Gottes, die Kirche. Förderlich für ein vertieftes Gebet ist es auch, auf äußere Umstände inklusive Körperhaltung (der Leib betet mit) zu achten und Ablenkung / Zerstreuung möglichst zu vermeiden. Diese „Umfeldbedingungen“ können mithelfen, uns mehr zur Gottverbundenheit als das Ziel jedweden Betens zu führen (Jesus betete z.B. oft und gern in der Nacht, in der Einsamkeit. Seine 40 tägigen „Exerzitien“ machte er in der Wüste...) Abschließend wäre zu sagen: Ein Glaube, der sich nicht auch im Gebet ausdrückt (nicht nur in Werken der Liebe) wird früher oder später „verdunsten“. Man hat damit kein solides Lebensfundament mehr, vor allem in Zeiten von „Sturm und Drangsal“ (Bibelgleichnis: Haus das nicht auf Fels sondern auf Sand gebaut ist stürzt ein in „Lebenskrise“. Es gilt ja zu bedenken: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ -Matthäusev. 26,41 Der Mensch ist verletzt durch die Erbsündenfolgen). Gebet und Nächstenliebe (Werke) ergänzen und stützen einander. Gebet (manche sagen „Auftanken“) nährt den Opfergeist, der sich in Werken niederschlägt. Werke befruchten das Gebet, das hier seinen Humusboden findet, seine Anliegen aufgreift und sie in demütig-kindlichem Vertrauen zum „Geber alles Guten“, zum „Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes“ (2 Korinther 1,3) hinträgt. Für das Leidensproblem, das mir keine Wissenschaft lösen kann, gilt: |
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Letztes Update: Montag, 10. Dezember 2007, 16:55 15:52 14:51 14:34 14:20