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Vorwort (Einiges an Grundsätzlichem zum Thema Glaube / Unglaube sowie theologisch / biblische Überlegungen) Wir kleine Menschen bekommen vom großen Gott halt immer wieder „große Nüsse zu knacken“. Große Welträtsel tun sich vor unseren halb staunenden, halb zweifelnden Augen auf. Die Worte des Erzengels Gabriel an Maria von Nazareth bei der Verkündigung sind uns zu wenig in Fleisch und Blut übergegangen: „Denn für Gott ist nichts unmöglich“ (Lukas 1,37). Maria wird übrigens von Päpsten und anderen Kapazitäten immer wieder als zeitloses Glaubensvorbild, mit Abraham geistesverwandt, hingestellt… Jetzt gilt es jedoch, einen wichtigen Unterschied in den menschlichen Glaubens - Grundeinstellungen zu bedenken: Man kann sich nämlich einerseits in seinen Glaubenszweifeln sonnen, sie mit wohlwollen hätscheln, pflegen und nähren und mit Genuss immer wieder mehr oder weniger sarkastische Seitenhiebe in die Richtung von Christen austeilen, die so naiv, kindlich, einfältig glauben (Was das Evangelium sogar gut abdeckt, ja als Zielvorgabe aufgibt: „Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen – Matthäus 18,3). Biblische Beispiele für Desinteresse am Glauben und weiter freiwillig im Zweifel, in der Skepsis zu baden wären z.B. viele Zuhörer bei der Predigt des Hl. Paulus anlässlich seiner Rede am Aeropag in Athen, oder der römische Statthalter Felix und König Agrippa, denen die Annahme des Glaubens „gegen den Strich“ ging – sie hätten ja sonst ihre Lebensweise ändern müssen… (vgl. Apostelgeschichte 17,32; 24,24 f; 26,28). GLAUBENSZWEIFEL BLOCKIEREN / LÄHMEN UNS in der von der Bibel häufig geforderten Umsetzung unseres Glaubens in die Tat („Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt“ – Matthäus 7,21). Als zeitloses Beispiel für ein starkes Glaubensvorbild stellt uns die Bibel die Gestalt Abrahams vor, der viele Glaubensprüfungen durch gestanden hatte (deren Spitze wohl die von Gott geforderte (Schein)opferung seines ihm, dem Glaubenspatriarchen, erst im hohen Alter wunderbar geschenkten Sohnes Isaak war, der so sehr ersehnte Nachwuchs. Welch ein „Widerspruch“ in Gottes Handlungsweise, könnte sich der Patriarch gedacht haben. Trotzdem, er gehorchte, Gott enttäuschte ihn als liebevoller Vater nicht und er wurde so der „Vater aller Glaubenden“) . Theologisch kann man den Glauben einerseits als „für wahr Wir sind auch ständig in Gefahr, dass wir vom Glauben abfallen, dass unser "Glaubenslicht" erlischt. Es kommt meist daher, dass wir nicht konform unserer Glaubensüberzeugung leben. Unser Wille wendet sich in diesem Fall von der göttlichen Norm, seinen Geboten, seinen Wegen ab und geht eigene Wege (Paul Bourget sagt es so: "Lebe so, wie du denkst, denn über kurz oder lang richtet man sein Denken nach seinem Leben ein"). Wir müssen auch unsere kreatürliche Versuchbarkeit bzw. Schwäche sehen und sollten uns nicht leichtsinnig Einflüssen aussetzen, die uns in letzter Konsequenz vielleicht zum Glaubensabfall bringen könnten („Vater Unser“ Bitte: „Führe uns nicht in Versuchung“). Sich um einen Gott wohlgefälligen, immer mehr unerschütterlichen Glauben zu bemühen, ist also angesagt. Dies geht nicht von heute auf morgen, aber es kann und soll zu einem Wachstum in dieser Grundqualität des Menschen, die über Heil oder Unheil entscheidet, kommen („ Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird – Bibel, Hebräerbrief 11,6). Es ist also für den Menschen entscheidend, für Zeit und Ewigkeit, sich um Glaubensfragen zu kümmern, Interesse bzw. „Hunger“ in der Materie: Gott, Religion, Glaube, Kirche aufzuweisen. Im Falle einer vermeintlichen Gottferne immer mehr einer zu werden, der Sehnsucht nach Gott verspürt. Der mit dem Hl. Augustinus sagen kann: „Unruhig ist unser Herz bis es Ruhe findet in Dir“. Gott versteckt sich nicht total in der Menschheitsgeschichte, er lässt sich (gerne) finden (Der bekannte Bibelspruch kann hier bedacht werden: „Wer sucht der findet und wer anklopft dem wird aufgetan“ – Matthäus 7,8). Gott gibt auch immer wieder „Lebenszeichen“ von sich, damit wir keine Ausreden haben, damit unser oft wackliger Glaube Halt und Festigkeit bekommt, wie auf Fels und nicht auf Sand gebaut. Dieser FÜLLE von Zeichen, Argumenten, Hinweisen, Spuren, die für die Existenz Gottes, für die Wahrhaftigkeit der Bibel usw. sprechen, will diese Kleinschrift ein wenig nachspüren. Aus Platzgründen konnte nur auszugs- und andeutungsweise vorgegangen werden. Dicke Schmöker sind auch nicht jedermanns Sache, zumindest nicht für jene, die ihre ersten Gehversuche auf dem Glaubensterrain unternehmen. Es dürfte aber zum Weiterdenken, Weiterforschen, als Anregung (Apperitiv!) reichen, zumal auch eine größere Menge von Literaturangaben am Ende angeführt sind, die weiterhelfen könnten. Dass wir alle immer mehr „Gottsucher“ werden, oder mit Gott Ringende wie z.B. der Patriarch Jakob (so will sich sicher auch jeder Papst einstufen, da wir alle ja noch im Glauben unterwegs sind, nicht im „Schauen“) - das wünscht sich und Ihnen, der Autor. |
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Letztes Update: Montag, 10. Dezember 2007, 16:55 15:52 14:51 14:34 14:20