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Benedikt von Nursia

Heiliger, geb. um 480 in Nursia (Norcia) in Umbrien (Italien) † um 547 in Monte Cassino (Süditalien). Gründer des Klosters Monte Cassino, Verfasser der berühmten benediktinischen Ordensregel, ist der Vater des abendländischen Mönchtums und Patron Europas (neben der Hl. Birgitta von Schweden, Hl. Katharina von Siena, Hl. Edith Stein, Cyrill und Method=Slawenapostel)

Benedikt erhielt seine Erziehung und Schulbildung in Rom, beschloss aber mit 14 Jahren, dem sittenlosen Treiben seiner Umgebung zu entfliehen und in harter Askese (Leben der Selbstkontrolle) der Welt zu entsagen. Er zog zunächst in das Sabinergebirge bei Rom zurück, wählte dann aber zu seinem Aufenthalt die Höhle einer Bergschlucht am Anio bei Subiaco. Ein Mönch verschaffte ihm ein Mönchsgewand und versorgte ihn Notdürftig mit Nahrung. In dieser schauerlichen Einsamkeit verbrachte B. drei Jahre als Eremit. Hier durchlebte er die Erfahrungen des orientalischen Mönchtums: Fasten, Abtötung, Gebet, Anfechtungen durch die Dämonen. Schließlich entdeckten ihn in seiner Höhle Hirten und verbreiteten den Ruf seiner Heiligkeit. So kamen die Mönche des nahen Klosters Vicovaro zu ihm und baten ihn, der Nachfolger ihres verstorbenen Abtes zu werden. B. siedelte nach Vicovaro über.Die Mönche fügten sich nur widerwillig der klösterlichen Zucht und Strenge ihres neuen Abtes.So verließ er diese Gemeinschaft wieder. Da die Schar der Eremiten (Einsiedlermönche), die sich um ihn sammelte, immer größer wurde, gründete B. kleine Klostergemeinden von je 12 Mönchen unter einem »pater« („geistlicher Vater“) die ihn als ihren Abt (Abbas) anerkannten und verehrten. Mit nur wenigen Getreuen zog B. 529 in die süditalienische Region Kampanien und baute auf dem Monte Cassino (leider berühmt auch durch große Schlachten im 2. Weltkrieg) ein Kloster, das zur Hochburg des abendländischen Mönchtums und zum Stammkloster des Benediktinerordens wurde. Seine Ordensregel (auf die auch viele andere Orden später zurückgriffen bzw. sich davon inspirieren ließen, so dass sie im Laufe der Jahrhunderte ältere Klosterregeln weithin verdrängte) schöpfte nebst seiner eigenen Lebens- und Einsiedlererfahrung auch aus anderen Klosterregeln (wie aus jener des Hl. Augustinus und diverser Regeln aus der Ostkirche - Hl. Basilius z.B. - sowie aus Erfahrungen und Traditionen, die auf dem ägyptischen Mönch-Wüstenvater, dem Hl. Antonius beruhen bzw. von seinen Schülern weiter überliefert wurden).Die „Regula“ forderte von den Mönchen: stabilitas loci = dauerndes Verbleiben im Kloster. Abkehr vom Weltleben, Verzicht auf persönliches Eigentum, Keuschheit, Demut, Schweigsamkeit; unbedingten Gehorsam gegen den von den Mönchen gewählten Abt. B.s Forderungen (Aszese) für das Klosterleben waren maßvoll. Die „Regula“ forderte von den Mönchen: stabilitas loci = dauerndes Verbleiben im Kloster. Abkehr vom Weltleben, Verzicht auf persönliches Eigentum, Keuschheit, Demut, Schweigsamkeit; unbedingten Gehorsam gegen den von den Mönchen gewählten Abt. B.s Forderungen (Aszese) für das Klosterleben waren maßvoll. Der Grundsatz »Ora et labora« (Bete und arbeite) beherrschte den Tageslauf. Hauptzweck (Zentraler Sinn) des Ordenslebens: Die Verherrlichung Gottes in Gebet bzw. Liturgie.

Darum sollten die Mönche siebenmal während des Tages und einmal in der Nacht sich zum Chorgebet in der Kirche versammeln. Auch die Arbeits- und Freizeit war durch die »Regula« genau festgelegt: »Der Müßiggang ist ein Feind der Seele. Deshalb müssen sich die Brüder zu gewissen Zeiten mit Handarbeit beschäftigen, zu anderen Stunden mit dem Lesen heiliger Bücher.« Das ganze Leben im Kloster sollte so verlaufen, dass in jedem Tun „Gott verherrlicht werde“. Dann die diversen Prüfungsetappen für neue Kandidaten: Postulat Noviziat zeitliche Gelübde ewige Gelübde (Profess). Bald entstanden auch Klosterschulen aus den meist die neuen Mönche hervorgingen. Der Benediktinerordern (von denen es später auch diverse weibliche „Gegenstücke“ gibt und die sich auf die Schwester des Heiligen Benedikt, die Hl. Scholastika, berufen bzw. sich von ihr inspirieren ließen) verbreitete sich bald in allen Ländern der Christenheit und prägte stark Kultur, Arbeit, Leben vieler Jahrhunderte (durch die Kosterschulen bzw. höheren Studien, Klosterbibliotheken, die handwerkliche Ausbildung und das Vorbild der Mönche in Arbeit und Gebet). Klöster waren sehr häufig Ausstrahlungszentren für ihre ganze Umgebung hinsichtlich des religiösen Leben, für Handwerk-Landwirtschaft, für Kultur und für andere Alltagsaspekte.

Liturgischer Gedenktag: 21. März

Gebet des Heiligen

Treuer, heiliger Gott und Vater:
Verleihe uns Vernunft, dich zu erkennen,
Gefühl, dich zu spüren,
Geist, dich zu verstehen.

Gib uns Eifer, dich zu suchen,
Weisheit, dich zu finden,
Verlangen, dich zu lieben.

Schenke uns ein Herz, dass über dich nachdenkt und Taten, die dich groß machen.
Gib uns Augen, dich zu sehen,
Ohren, dich zu hören,
ein Leben, dich zu verkündigen.

Gewähre uns Geduld, auf dich zu warten,
durch die Kraft des Geistes Jesu Christi, unseres Herrn.
Amen

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Zitat von dieser Persönlichkeit
"Was gibt es Schöneres, als die Stimme des Herrn, der uns einlädt? Seht, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg zum Leben. Öffne das Ohr deines Herzens! Hören wir mit aufgeweckten Ohren!"

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Letztes Update: Montag, 10. Dezember 2007, 16:55 15:52 14:51 14:34 14:20
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