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Franz von AssisiFrancesco genannt, Gründer der Franziskaner, Klarissen und Terziaren (Drittorden) Heiliger, * 1181 oder 1182 in Assisi Italien † daselbst 1226. - F. verlebte eine sorglose und fröhliche Kindheit und Jugend. Er besuchte die Pfarrschule bei S. Giorgio und blieb bis 1202 im väterlichen Geschäft. Franz von Assisi hatte Freude an Festen und heiterer Geselligkeit (scheinbar ein Erbgut seiner poetisch veranlagten französisch-stämmigen Mutter) und war im Kreis seiner Altersgenossen geachteter Anführer. Sein Sinn war nicht auf Gewinn und Reichtum gerichtet, sondern auf den Glanz irdischer Ehren als seine schwache Stelle und Versuchung. Daher nahm er an lokalen kriegerischen Handlungen teil (Stadt Perugia als Gegner). Dabei wurde er auch ins Gefängnis gebracht. Dies war eine Zeit der Einkehr und Besinnung. Nach einiger Zeit der inneren Vertiefung sonderte sich F. von der Welt ab und lebte dem Gebet und den Werken der Buße und Nächstenliebe. Sein Vater enterbte und verstieß ihn wegen seiner Hilfe für andere und seinem mangelndem Sinn für das elterliche Geschäft.F. verzichtete freudig auf alles und ging vom bischöflichen Gericht, das öffentlichen Platz abgehalten wurde, nackt weg (als symbolische Loslösung von seinem elterlichen Erbe). Diese Szene ist in der Kunst oft dargestellt worden mit dem Mantel, den ihm der Bischof schnell umhängte). Er verbrachte die Jahre 1206-08 als Eremit (Einsiedler) und widmete sich der Baureparatur zerfallener Kirchen in und um Assisi, vor allem seiner Lieblingskapelle Santa Maria degli Angeli, „Portiuncula“ genannt, eine halbe Stunde unterhalb Assisi. Als er am 24.2. 1209 dort der Messe beiwohnte, hörte F. die Worte des Herrn verlesen (Mt 10, 7 ff.), mit denen er seine Jünger aussandte: sie sollten hinausgehen und das Evangelium verkünden, kein Gold und Silber, kein Geld im Gürtel, keine Reisetasche, keine Schuhe noch Reisestab haben. Diese Worte erschienen ihm als ein an ihn persönlich gerichteter Befehl und offenbarten ihm seinen Beruf und die Idee seines Ordens. F. entschloss sich zu einem Leben in völliger apostolischer Armut und begann das an Mühen und Entbehrungen so reiche Leben eines Wanderpredigers. Ihm schlossen sich Gefährten an, die er zu zweit aussandte, als arme Bußprediger und als Pfleger der Kranken und Elenden. 1209/10 reiste er mit seinen Gefährten nach Rom zum Papst. Innozenz III. bestätigte mündlich die Regel der Armen von Assisi, die sich "Fratres minores" "Minderbrüder" nannten. Dem ging ein historisch gut belegter Traum des Papstes voraus, in dem er sah, wie die Kirche zusammenzubrechen drohte und wie sie in äußerster Bedrängnis ein junger, armer Mann stützte und so den Zusammenbruch verhinderte. Tatsächlich waren in dieser Periode im Mittelalter (speziell in Italien und Südfrankreich) die Gefahren einer Überhandnahme durch diverse Sekten (Waldenser, Albigenser u.a.) die sich an der oft zu reichen und selbstherrlichen Kirche „rieben“ bzw. die durch ihr unevangelisches Leben die Sektenentstehung mit verschuldete. 1212 gründete F. mit der 18-jährigen adligen Klara von Assisi seinen 2. Orden, den Klarissenorden (Schwerpunkt = Anbetung, also „beschaulicher“ Orden). Klara musste viel leiden unter den Nachstellungen ihrer reichen Familie und Verwandten, da sie sich heimlich aus dem elterlichen Haus fortschleichen musste. F. hatte sie durch seine Predigt für das Armutsideal gewonnen. Klara legte 1212 in die Hände von F. in der Portiunculakapelle die drei Ordensgelübde ab (Diese u.a. Szenen sind gut in dem weltbekannten Kino-TV Film von Zeffirelli: „Bruder Sonne Schwester Mond“ festgehalten). F. durchzog Italien 1214-15, Südfrankreich und Spanien 1219 kam er auf dem 5. Kreuzzug nach Ägypten und predigte vor dem Sultan. Für die Männer und Frauen, die in ihrer Familie und ihrem Beruf bleiben, aber nach den Grundsätzen des F. leben wollten, gründete er 1221 den "Dritten Orden", den Orden der "Terziaren", und gab ihnen eine "Lebensform"=Regel Am 17.9. 1224 empfing F. in mystischer Verzückung die Wundmale Christi - wie sie auch anderen Heiligen zuteil wurden, nachdem er die letzten Lebensjahre fast nur in der Einsiedelei verbracht hatte und fast erblindet war. Streitigkeiten um die Armutsvorschriften in seiner Ordensregel mit den Mitbrüdern hatten ihn zermürbt da seine Armutsauffassung zu radikal und für viele undurchführbar war. Daher hat sich seine Ordensfamilie in den folgenden Jahrhunderten auch gespalten (Franziskaner, Kapuziner, Konventualen) Das Kernproblem: Die Armutsregel. Dichtung: "Sonnengesang" = Lob der Schöpfung Wasser, Feuer, Tod usw. - an den Schöpfer. Liturgischer Gedenktag: 4. Okt. Schutzpatron Italiens und Patron/Vorbild diverser ökologischer Bewegungen sowie von Tierschutzorganisationen. Gebet des Heiligen
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Letztes Update: Montag, 10. Dezember 2007, 16:55 15:52 14:51 14:34 14:20