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VorwortDer Mensch sucht Vorbilder. Speziell in unsere Zeit, die spirituelle Suche / Hunger auszeichnet bzw. Orientierungslosigkeit in geistlichen Dingen. Ein bekanntes lateinisches Sprichwort sagt: „Verba docent, exempla trahunt“ (Das Beispiel ist es was andere Menschen anzieht. Bloße Abhandlungen, Lehren bewegen kaum zum Handeln, sie bleiben meist nur im „Kopf“ – bewegen wenig Wille bzw. „Herz“). Am Leben von Heiligen kann man zig-tausendfach beobachten, wie wahr dieses Sprichwort ist. Tausende sind dem Beispiel eines „Poverello“ Franziskus gefolgt, Hunderttausende haben sich in die „Schule“ des Hl. Benedikt bzw. seines Ordens begeben usw. Heilige sind also keine weltabgewandten, blutleeren Frömmler in einer Gebetsnische (in dieser Richtung gibt es wohl viele Vorurteile). Nein, sie durchpulst volles Leben in allen Bandbreiten (inclus. frühere Ungläubigkeit, Kirchenferne, der Anziehungskraft des „Fleisches“ verfallen wie im Falle eines Charles de Foucauld usw.). Die Kirchengeschichte kann also hier schon einiges auf dem Servierteller präsentieren – für jeden Geschmack etwas...Wer Heiligenleben kennt, kennt auch ein gutes Stück des Auf und Ab der Christenheit in 2000 Jahren und kann sich viel Anregungen für die Umsetzung christlicher Werte in sein eigenes Leben holen. Außerdem gehört es wohl zur Allgemeinbildung, etwas mehr über den Hl. Franziskus, Hl. Benedikt und andere „Leuchttürme“ zu wissen, die auch Europas Kultur- und Geistesgeschichte zu einem guten Teil mitgeprägt haben. Noch eines gilt es zu bedenken: Man nörgelt viel an der Kirche herum. Bedenkt man aber, wie viele und wie große "geistliche Riesen" die Kirche in Ihrer 2000- jährigen Geschichte hervorgebracht hat, so hat man die andere Seite der Medaille, die man auch bedenken sollte, wenn einem "Kirchenmüdigkeit" überkommt. Man braucht neben der Theologie (Theorie) auch die Kirchengeschichte (Praxis), die sich gut ergänzen. Die Geschichte ist die Lehrmeisterin des Lebens, sagt sinngemäß ein Spruch. Sowohl aus meiner persönlichen Geschichte (Erfahrung) sollte ich immer wieder schöpfen, Anregung und Lehre holen. Aber auch aus der allgemeinen Weltgeschichte und Kirchengeschichte. Warum Fehler wiederholen, die schon einmal begangen wurden? Warum nicht wichtige Erfahrungen anderer für mein Leben teilweise angepasst übernehmen, wenn es sich bewährt hat? Die Praxis lehrt konkreter als jede Theorie. Die Praxis (das Leben) anderer ermutigt mich selbst auf meinem Lebens-Pilgerweg. Viel Inspiration also von großen christlichen Modellen für Ihren eigenen, konkreten christlichen Alltag wünscht Ihnen, der Autor |
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Letztes Update: Montag, 10. Dezember 2007, 16:55 15:52 14:51 14:34 14:20